Tieffrequenten Lärm bei Batteriespeichern reduziert man, indem die Lärmschutzwand so nah wie möglich an Transformator und Wechselrichter gesetzt wird, weit über die Quelle hinausragt und seitlich verlängert wird, weil lange Wellenlängen um Kanten gebeugt werden. RAU.bayern plant das RAU Bess Lärmschutzsystem dort höher und länger. Eine Wand wirkt gegen tieffrequenten Schall grundsätzlich schwächer als gegen das mittel- und hochfrequente Lüftergeräusch, weil sich lange Wellen um die Wandkrone herum ausbreiten. Diese Grenze benennen wir gegenüber Projektentwicklern offen. Das Brummen der Transformatoren lässt sich mit Abstand zur Nachbarschaft, Standortwahl auf dem Gelände und einer nahen, hohen Wand mindern, nicht aber allein durch eine Wand in großer Entfernung. Die Begrünung am Wandfuß braucht keine Bewässerung, für die Klimawand R3 liegt ein Climate Handprint vor.

Welche Grenzen hat eine Lärmschutzwand bei tieffrequentem Schall?
Eine Lärmschutzwand hat bei tieffrequentem Schall die Grenze, dass Wellenlängen von mehreren Metern um die Wandkrone und die Wandenden gebeugt werden und der Schallschatten hinter der Wand deshalb flacher ausfällt als bei hohen Frequenzen. Das Brummen eines Transformators, das Summen von Netzdrosseln oder die Grundtöne großer Lüfter liegen in diesem Bereich. Für Batteriespeicher heißt das, dass eine Wand in üblicher Höhe das Lüfterrauschen wirksam abschirmt, das Trafobrummen aber nur teilweise. Wir sagen Projektentwicklern deshalb nicht zu, tieffrequente Anteile allein mit der Wand auf den Richtwert zu bringen, sondern beziehen Standortwahl und Abstand ein. Drei Stellgrößen erhöhen die Wirkung der Wand im tiefen Bereich. Erstens die Nähe zur Quelle, weil eine Wand unmittelbar am Trafo einen großen Winkel abdeckt. Zweitens die Höhe über der Quelle, weil der Beugungsweg über die Krone länger wird. Drittens die seitliche Länge, weil Beugung um die Enden bei tiefen Frequenzen stärker ausgeprägt ist als bei hohen. Die hochabsorbierende Ausführung unserer Systeme wirkt im tiefen Bereich weniger als im mittleren, bleibt aber wegen der Lüfteranteile wichtig. Bestehende Trafostationen mit Zaun lassen sich mit Sanierungselementen auf vorhandenen Trägern nachrüsten.
Wie kombiniert man Standortwahl und Wand gegen Trafobrummen?
Standortwahl und Wand kombiniert man gegen Trafobrummen, indem der Transformator auf dem Speichergelände so weit wie möglich von der Wohnbebauung entfernt und hinter den Containern platziert wird und die Wand anschließend unmittelbar an der zur Nachbarschaft gewandten Seite des Trafos steht. Der Abstand nutzt die natürliche Pegelabnahme mit der Entfernung, die bei tiefen Frequenzen ebenso wirkt wie bei hohen. Die Container dienen als erste Abschirmung, auch wenn ihre Stahlwände reflektieren; die Lärmschutzwand übernimmt die zweite Stufe. Wir planen den Trafo-Abschnitt in der Regel höher als den Abschnitt entlang der Containerreihe und ziehen ihn seitlich weit über den Transformator hinaus. Bei Trafos, die aus Gründen des Netzanschlusses nahe an der Grundstücksgrenze stehen müssen, setzen wir die RAU Rock Extensiv mit 13 cm Minimalbreite direkt an die Station, sodass der verbleibende Streifen für Wartung und Kühlung frei bleibt. Der Gutachter rechnet die Kombination aus Abstand, Containerabschirmung und Wand in seiner Prognose; wir liefern ihm Lage und Höhe des Abschnitts. Die Begrünung am Wandfuß wächst ohne Bewässerung, der Wandkörper aus vor Ort gewonnenen Böden bleibt volumenbeständig. Wie eine Wand mit unterschiedlichen Höhen im Gelände ausgeführt wird, zeigt unser Projekt in Fehraltorf mit Höhen von 3,30 bis 5,00 m, das unsere Servicekolonnen vor Ort angepasst haben.









