Nachverdichtung, Konversionsflächen und neue Quartiere rücken Wohnbebauung an Straßen, Gewerbe und Bahnanlagen, die früher Abstand hatten. Städtebauliche Lärmschutzauflagen im Bebauungsplan sind die Folge – und sie entscheiden mit, ob ein Baugebiet überhaupt entwickelt werden kann. Wir realisieren begrünte, hochabsorbierende Lärmschutzwände für Wohngebiete, Siedlungen und Quartiersränder, die den Nachweis im Verfahren stützen und den Bewohnern zugleich grüne Ränder statt grauer Barrieren geben. Die Bepflanzung am Wandfuß bindet Feinstaub und kommt ohne Bewässerung aus, die Befüllung stammt in der Regel aus vor Ort gewonnenen Böden. Planer, Bauträger und Kommunen erhalten Planung, Ausschreibungstexte, Montage und Pflege aus einer Hand aus Kaufbeuren.

Vom Bebauungsplan zur gebauten Auflage
Lärmschutzauflagen im Bebauungsplan gehen auf schalltechnische Untersuchungen zurück, die Pegel an den geplanten Baufenstern prognostizieren und Maßnahmen festsetzen. Für Planer und Bauträger zählt, dass die festgesetzte Wand später genehmigungsfähig, wirtschaftlich und gestalterisch tragbar ist – drei Anforderungen, die in der Abwägung zusammenkommen müssen. Grundlage bleibt das schalltechnische Gutachten zum Bauleitplanverfahren, dessen Vorgaben wir in konkrete Wandgeometrien übersetzen. Unsere hochabsorbierenden Systeme verhindern, dass der abgeschirmte Lärm auf gegenüberliegende Bestandsgebäude reflektiert wird und dort neue Konflikte auslöst. Auf knappen Grundstückszuschnitten sichert RAU Rock Extensiv mit 13 cm Minimalbreite die Wandtrasse, ohne Bauland zu verbrauchen – bei Quartiersentwicklungen ein unmittelbar renditerelevanter Punkt. Für die Abstimmung mit Stadtplanung und Genehmigungsbehörde liefern wir Ausführungspläne und Ausschreibungstexte zu; die Bepflanzungsplanung zeigt, wie der Quartiersrand nach wenigen Vegetationsperioden aussehen wird. So wird aus der Auflage ein Gestaltungselement des neuen Wohngebiets, das den Vertrieb der Einheiten eher stützt als belastet. In frühen Leistungsphasen unterstützen wir Architekten und Fachplaner mit Systemdetails, Regelquerschnitten und Flächenangaben für die Planunterlagen.
Grüne Ränder für Quartiere mit Klimazielen
Wohnungsbau steht unter doppeltem Druck – Flächen sind knapp, und Kommunen verlangen Klimabeiträge über die Energieeffizienz der Gebäude hinaus. Der Quartiersrand kann beides bedienen, wenn der geforderte Lärmschutz als grüne Infrastruktur ausgeführt wird. Die klimaneutrale Lärmschutzwand RAU Klimawand R3 verfügt über einen Climate Handprint, der ausweist, dass die Emissionen aus Rohware, Produktion, Transport und Bau nach wenigen Jahren durch die von der Begrünung gebundenen Emissionen überstiegen werden; die CO2-Bilanzierung wurde durch KlimAktiv geprüft. Die Bepflanzung bindet Feinstaub aus dem angrenzenden Verkehr und versorgt sich über natürlichen Niederschlag – im Quartiersbetrieb entfällt damit eine Anlage, die sonst gewartet werden müsste. Bewohnerseitig erscheint die Wand als bewachsener Grünzug, der Spiel- und Gartenflächen fasst, statt sie einzumauern. Bauträger entscheiden zwischen Komplettbauweise durch unsere Teams und einem Bausatz für den Generalunternehmer des Quartiers. Nach der Übergabe pflegen unsere Servicekolonnen die Vegetation auf Wunsch weiter, die pflege- und wartungsarme Extensiv-Bauweise hält die Kosten für die Eigentümergemeinschaft niedrig.









