Bei BESS-Anlagen gibt es fünf typische Schallquellen, die Lüfter der Batteriecontainer, die Klimageräte der Batteriemodule, die Wechselrichter, die Transformatoren und die Pumpen von Flüssigkühlsystemen. RAU.bayern legt das RAU Bess Lärmschutzsystem auf die Summe dieser Quellen aus, wobei Lüfter und Wechselrichter im Dauerbetrieb den Beurteilungspegel bestimmen. Jede Quelle hat eine eigene Charakteristik. Lüfter und Klimageräte erzeugen ein breitbandiges, gleichmäßiges Rauschen, Wechselrichter fügen tonale Anteile aus der Schaltfrequenz hinzu, Transformatoren brummen tieffrequent, Pumpen laufen im Takt der Kühlanforderung. Für die Wand bedeutet das, dass sie alle Quellen in Richtung Immissionsort abdecken muss, mit besonderem Augenmerk auf die Höhe der Lüfteröffnungen. Die Begrünung am Wandfuß kommt ohne Bewässerung aus, der Wandkörper ist hochabsorbierend und wird mit vor Ort gewonnenen Böden befüllt.

Wie unterscheiden sich Lüfter, Wechselrichter und Transformatoren im Geräuschbild?
Lüfter, Wechselrichter und Transformatoren unterscheiden sich im Geräuschbild einer Batteriespeicheranlage nach Frequenzlage, Zeitverlauf und Bewertung nach TA Lärm. Lüfter der Container und Klimageräte der Batteriemodule erzeugen ein breitbandiges Rauschen, das mit der Kühlanforderung schwankt und im Sommer wie in Lastphasen nachts durchläuft; es bildet das Grundgeräusch der Anlage. Wechselrichter überlagern dieses Rauschen mit einzelnen Tönen aus der Schaltfrequenz, die bei ruhiger Umgebung hervortreten und vom Gutachter mit einem Zuschlag für Tonhaltigkeit bewertet werden können. Transformatoren tragen ein tieffrequentes Brummen bei, das wenig Energie, aber lange Wellenlängen hat und daher um Wandenden gebeugt wird. Pumpen von Flüssigkühlsystemen laufen im Takt der Kühlanforderung und liefern ein mittleres, schaltendes Geräusch. Für die Auslegung der Wand ist die Höhenlage der Quellen entscheidend, nicht allein ihr Pegel. Lüfteröffnungen an Stirnseite oder Dach der Container liegen höher als Trafos auf Bodenniveau; die Wandkrone muss daher über allen Quellen liegen. Wir ordnen die Quellen im Lageplan und planen dazu Wandabschnitte im Lärmschutz für Batteriespeicher von RAU.bayern, wahlweise als Klimawand R3 oder als Rock Extensiv.
Welche dieser Quellen bestimmt die Auslegung der Lärmschutzwand?
Die Auslegung der Lärmschutzwand bestimmen bei Batteriespeichern in der Regel die Lüfter der Container und die Wechselrichter, weil sie im Dauerbetrieb den Beurteilungspegel am Immissionsort prägen, während Transformatoren und Pumpen die Geometrie nur an ihren jeweiligen Standorten beeinflussen. In der Planung fassen wir die Quellen deshalb in Gruppen zusammen. Die Containerreihe mit ihren Lüftern verlangt eine durchgehende Wand parallel zur Reihe, deren Höhe sich an den Lüfteröffnungen orientiert. Das Wechselrichterfeld verlangt eine hochabsorbierende Wandfläche, die tonale Anteile aufnimmt statt reflektiert. Der Transformator verlangt einen Abschnitt, der seitlich verlängert ist, damit tieffrequenter Schall nicht um die Wandenden läuft. Aus diesen Gruppen entsteht ein Wandverlauf mit unterschiedlichen Höhen, wie wir ihn in Fehraltorf mit 3,30 bis 5,00 m realisiert haben. Wo Trafostation oder Wechselrichterfeld dicht an der Grundstücksgrenze stehen, setzen wir die RAU Rock Extensiv mit 13 cm Minimalbreite ein. Die Beratung zur Quellenanalyse und zur passenden Wand leisten unsere Planer in Kaufbeuren; die Leistungen von Beratung über Ausschreibungstext bis zur Montage durch eigene Servicekolonnen beschreibt die Seite über RAU.bayern als Unternehmen.









