Schallschutz für Data Center funktioniert im Genehmigungsverfahren über das Schallgutachten, das die Technikflächen mit Rückkühlern, Kälteanlagen, Transformatoren und Notstromaggregaten bewertet und die Lärmschutzwand als Minderungsmaßnahme in den Antrag einbringt. RAU Geosystem Süd GmbH aus Kaufbeuren liefert dafür die Wandgeometrie des RAU Lärmschutz für KI-Rechenzentren. Bei Rechenzentren kommt hinzu, dass viele Standorte in Bauabschnitten genehmigt werden, eine erste Halle mit ihrer Technikfläche, später weitere. Die Wand muss deshalb so beantragt werden, dass spätere Abschnitte als Änderung nachgeführt werden können, ohne den ersten Bescheid infrage zu stellen. Wir planen Anschlüsse für Erweiterungen bereits in der ersten Ausführung mit. Die Begrünung am Wandfuß kommt ohne Bewässerung aus, der Wandkörper besteht aus vor Ort gewonnenen Böden, die Klimawand R3 bringt einen Climate Handprint mit.

Wer bringt die Lärmschutzwand in das Genehmigungsverfahren eines Data Centers ein?
In das Genehmigungsverfahren eines Data Centers bringt der Betreiber die Lärmschutzwand über sein Schallgutachten ein; der Gutachter setzt sie als Maßnahme an, der Objektplaner nimmt sie in Lageplan und Bauantrag auf, und RAU.bayern liefert die Geometrie, den Ausführungsplan und den Ausschreibungstext. Anders als bei kleineren Gewerbeanlagen sind bei Rechenzentren mehrere Planer beteiligt, der Objektplaner für die Halle, der Kälteplaner für Rückkühler und Kältemaschinen, der Elektroplaner für Transformatoren, Stromwandler und Notstromaggregate. Die Wand berührt alle drei, weil sie Luftführung, Zufahrten und Abstände beeinflusst. Wir stimmen den Wandverlauf deshalb in einer gemeinsamen Runde ab, bevor der Gutachter rechnet, damit die im Antrag hinterlegte Geometrie nicht später an einer Kranzufahrt oder einer Ansaugöffnung scheitert. Die Behörde übernimmt die Wand als Nebenbestimmung in den Bescheid und verlangt häufig eine Abnahmemessung nach Inbetriebnahme. Bei Campus-Projekten, die in Bauabschnitten genehmigt werden, beantragen wir die Wand abschnittsweise und weisen im Lageplan aus, welche Abschnitte zu welcher Halle gehören. Die Unterlagen legen wir als Planungsordner vor; Systemdaten für den Antrag stehen im Downloadbereich von RAU.bayern bereit. Für die Klimawand R3 liegt ein Climate Handprint vor, der in Unterlagen zur Nachhaltigkeit des Standorts einfließt.
Wie werden Bauabschnitte eines Campus im Bescheid nachgeführt?
Bauabschnitte eines Campus werden im Bescheid nachgeführt, indem jede neue Halle mit ihrer Technikfläche als Änderung oder Erweiterung beantragt wird und das Schallgutachten die Summe aller bestehenden und neuen Quellen gegen die Richtwerte rechnet. Für die Lärmschutzwand bedeutet das, dass die Geometrie des ersten Abschnitts dokumentiert vorliegen muss, damit der Gutachter sie in der Fortschreibung ansetzen kann, und dass neue Abschnitte an bestehende Anschlüsse passen. Wir planen die Anschlüsse deshalb in der ersten Ausführung mit und dokumentieren die gebaute Wand nach jeder Montage. Bei Hyperscale-Standorten mit mehreren Bauphasen über Jahre hinweg kann sich zwischen den Abschnitten die Nachbarschaft verändern, etwa durch ein neues Wohngebiet; dann liegt mit der Dokumentation die Grundlage vor. Für Zwischenzustände, in denen eine Technikfläche in Betrieb ist, die Wand des nächsten Abschnitts aber noch fehlt, setzen wir die mietbare RAU Rock Mobil ein. Die Fortschreibung betrifft ebenso Notstromaggregate, deren Testläufe der Gutachter als zeitlich begrenzte Ereignisse gesondert bewertet. Die Montage der Abschnitte übernehmen unsere Servicekolonnen, alternativ liefern wir den Bausatz an das Tiefbauunternehmen des Campus. Die Begrünung am Wandfuß ohne Bewässerung wächst über die Abschnitte gleichmäßig nach. Wie mehrere Wandabschnitte zu einer Anlage zusammengeführt werden, zeigt unser Projekt in Pfaffenhofen an der Ilm mit integrierten Lärmschutztüren.









