Grün statt grau – begrünte Lärmschutzwände verbinden wirksamen Schallschutz mit einem lebenden Bauwerk, das Feinstaub bindet und sich in seine Umgebung einfügt. Die Bepflanzung sitzt bei unseren Systemen am Wandfuß und versorgt sich über natürlichen Niederschlag; auf eine Bewässerungsanlage verzichten wir konstruktionsbedingt vollständig. Befüllt werden die Wände in der Regel mit vor Ort gewonnenen Böden und mineralischen Rohstoffen, bepflanzt wird mit in Bayern beziehungsweise der Region beheimateten Arten. Vom Standort Kaufbeuren aus liefern wir Beratung, Planung, Montage und Pflege aus einer Hand – als Komplettbauweise durch unsere Teams oder als Bausatz für Fachunternehmen. So entsteht Lärmschutz, der als eigenständiges Ökosystem funktioniert.

So funktioniert die bewässerungsfreie Begrünung
Viele begrünte Fassaden scheitern langfristig an der Technik dahinter – Pumpen, Tropfschläuche und Steuerungen wollen gewartet werden und fallen im Sommer genau dann aus, wenn die Pflanzen Wasser brauchen. Unser Ansatz vermeidet diese Abhängigkeit, denn die Pflanzen wurzeln am Wandfuß im gewachsenen Boden und ranken von dort an der Wand empor; Niederschlag und Bodenwasser erschließen sie sich selbst. Gegebenenfalls ergänzen wir am oberen Abschluss eine zusätzliche Vegetationsebene, die ebenfalls ohne Bewässerung auskommt. Das Trägersystem dahinter ist auf Langlebigkeit ausgelegt – die RAU Klimawand R3 etwa lässt sich mit ihrem einfach zusammensteckbaren, stabilen Korb zwischen einem und zehn Metern Höhe errichten und kommt ohne aufwändige Gründung aus. Zur Befüllung eignen sich alle schüttfähigen Böden, in der Regel verwenden wir Material aus örtlichem Aushub. Die Wandelemente liefern wir platzsparend geladen an, bei großen Anlagen genügen dafür meist ein bis zwei Lkw – kurze Wege und geringe Transportemissionen gehören zum Konzept. Auf Wunsch kombinieren wir mehrere Systemtypen innerhalb einer Anlage, wenn Platzangebot und Anforderungen entlang der Trasse wechseln.
Mehr als Akustik: Feinstaub, Klima und Akzeptanz
Hochabsorbierend aufgebaute, begrünte Wände nehmen den Schall auf, statt ihn auf die Gegenseite zu reflektieren, und die Vegetation bindet zusätzlich Feinstaub aus Verkehr und Umgebung. Für Bauherren mit Klimazielen liefert die RAU Klimawand R3 einen belegbaren Nachweis, ihr Climate Handprint weist aus, dass die Emissionen aus Rohware, Produktion, Transport und Bau nach wenigen Jahren durch die von der Begrünung gebundenen Emissionen überstiegen werden; die CO2-Bilanzierung wurde durch KlimAktiv geprüft. Genauso wichtig ist die Wirkung vor Ort – Anwohner erleben eine bewachsene, lebendige Fläche statt einer technischen Barriere, was die Akzeptanz von Projekten spürbar erhöht. Wie das im Wohnumfeld aussieht, zeigt unser Projekt am Neubaugebiet in Traunstein, wo eine rund 70 m lange Klimawand ein neues Quartier an einer Staatsstraße schützt. Nach der Fertigstellung übernehmen unsere Servicekolonnen auf Wunsch die Betreuung – die extensiv angelegte Begrünung ist bewusst pflege- und wartungsarm und hält den Aufwand über die gesamte Standzeit gering.









