Schall bei Rechenzentren lässt sich reduzieren, indem die Technikfläche mit Rückkühlern und Kälteanlagen auf die von der Wohnbebauung abgewandte Seite der Serverhalle gelegt wird, die Halle als Abschirmung dient und eine Lärmschutzwand die Ausbreitung zum Immissionsort unterbricht. RAU.bayern liefert dafür den RAU Lärmschutz für KI-Rechenzentren. Die Reihenfolge ist wichtig, weil Standortwahl und Hallenausrichtung am Anfang der Planung ohne Mehraufwand möglich sind, während die Wand später Höhe und Länge kompensieren muss, die falsch platzierte Rückkühler verursachen. Im Bestand bleibt die Wand die Stellgröße. Wir führen sie hochabsorbierend aus, damit der Schall nicht zwischen Wand und Hallenfassade pendelt, begrünen den Wandfuß ohne Bewässerung und befüllen mit vor Ort gewonnenen Böden; bei engen Technikflächen kommt die Rock Extensiv mit 13 cm Minimalbreite zum Einsatz.

Welche Stellgrößen mindern Schall an einem Rechenzentrumsstandort?
An einem Rechenzentrumsstandort mindern vier Stellgrößen den Schall, die Lage der Technikfläche relativ zur Halle und zur Nachbarschaft, die Aufstellung der Rückkühler auf Bodenniveau statt auf dem Dach, die Wahl schallgedämpfter Kälteanlagen und Lüftungsanlagen sowie die Lärmschutzwand auf dem Ausbreitungsweg. Die Lage der Technikfläche ist eine frühe Entscheidung mit großer Hebelwirkung, weil eine Serverhalle mit ihrer geschlossenen Fassade eine große Abschirmung bildet; liegen die Rückkühler auf der abgewandten Seite, erreicht ihr Schall die Wohnbebauung nur noch gebeugt über das Hallendach. Die Aufstellung auf Bodenniveau erlaubt es, die Quellen mit einer Wand zu umgeben, während Rückkühler auf dem Dach von einer bodennahen Wand nicht erfasst werden und dort Schalldämpfer oder Dachattiken verlangen. Schallgedämpfte Aggregate senken die Quellstärke, hängen aber vom Kälteplaner und den Lieferzeiten ab. Die Wand schließlich ist die Größe, die wir beeinflussen; sie muss die Sichtlinie von den Ventilatoren zum Immissionsort unterbrechen und die Fläche zwischen Rückkühlerreihe und Hallenfassade absorbierend abschließen. Transformatoren und Stromwandler auf derselben Technikfläche werden mit abgeschirmt. Unsere Erfahrung mit Sonderkonstruktionen, etwa der Lärmschutzwand mit Glaselementen in Buchloe, zeigt, dass sich auch Zufahrten und Sichtachsen eines Campus in den Wandverlauf integrieren lassen.
Wie nutzt man die Serverhalle selbst als Schallschutz?
Die Serverhalle selbst nutzt man als Schallschutz, indem die Technikfläche mit Rückkühlern, Kältemaschinen, Transformatoren und Notstromaggregaten auf die Seite der Halle gelegt wird, die von den Immissionsorten abgewandt ist, sodass der Baukörper die direkte Ausbreitung unterbricht und die Lärmschutzwand nur noch die Flanken schließen muss. Serverhallen sind hoch und geschlossen, ihre Fassaden haben kaum Öffnungen; als Abschirmung wirken sie deshalb ähnlich wie eine sehr hohe Wand. Die Flanken bleiben jedoch offen, weil Schall an den Hallenecken vorbei zur Nachbarschaft gelangt. Hier setzen wir Wandabschnitte an, die von der Hallenkante bis über die Technikfläche hinausreichen und die Ecken schließen. Die Höhe dieser Abschnitte richtet sich nach den Rückkühlern, nicht nach der Halle. Bei Campus-Standorten mit mehreren Hallen entstehen Innenhöfe, in denen die Technikflächen zwischen den Baukörpern liegen; dort reflektieren zwei Fassaden gegeneinander, und die hochabsorbierende Wandfläche unserer Systeme nimmt den pendelnden Schall auf. Für die Anschlüsse an die Fassade planen wir Übergänge, die keinen Spalt lassen. Die RAU Klimawand R3 wird dafür mit vor Ort gewonnenen Böden befüllt und am Wandfuß ohne Bewässerung begrünt; in schmalen Streifen zwischen Fassade und Grundstücksgrenze setzen wir die RAU Rock Extensiv mit 13 cm Breite ein. Die Montage übernehmen unsere Servicekolonnen.









