Transformatoren erzeugen ein tieffrequentes Brummen, das Anwohner als besonders störend empfinden und das über harte Oberflächen weit getragen wird. Trafostationen und Umspannwerke stehen zudem oft näher an Wohnbebauung, als es heutige Planungen zulassen würden – der Konflikt ist damit baulich angelegt. Wir errichten um solche Anlagen hochabsorbierende, begrünte Lärmschutzwände, die das Brummen an der Quelle abschirmen und zugleich Zufahrten, Bedienwege und Lüftungsöffnungen freihalten. Die Begrünung am Wandfuß nutzt natürlichen Niederschlag, eine Bewässerung entfällt. Netzbetreiber und Stadtwerke erhalten von uns Planung, Ausschreibungstexte, Montage und laufende Pflege aus einer Hand, koordiniert von unserem Standort in Kaufbeuren.

Tieffrequentes Brummen abschirmen, Betrieb sicherstellen
Tonhaltige Geräusche wie das Netzbrummen eines Transformators werden in der Beurteilung nach TA Lärm strenger bewertet als breitbandiger Lärm, entsprechend früh lohnt sich die Auseinandersetzung mit der Abschirmung. Die Wand rückt dabei so nah an die Station, wie es Sicherheitsabstände, Kabeltrassen und Lüftung erlauben, denn Quellennähe erhöht die Wirkung jeder Wandhöhe. Bedien- und Fluchtwege, Tore für den Trafotausch und Zufahrten für Schwertransporte planen wir von Beginn an in die Wandführung ein. Bei Bestandsanlagen entscheidet häufig der Untergrund über die Machbarkeit, weil Erdkabel und Fundamente den Raum für Gründungen begrenzen; wie die Montage vormontierter Elemente abläuft, zeigt die Systemseite der RAU Rock Extensiv. Unsere hochabsorbierenden Systeme vermeiden zudem Reflexionen zwischen Stationsgebäude und Wand, die das Brummen andernfalls verstärken könnten. Für Ausschreibungen von Netzbetreibern liefern wir Leistungsbeschreibungen und Ausführungspläne zu, abgestimmt auf die Vergabepraxis kommunaler Auftraggeber und die technischen Anschlussbedingungen der jeweiligen Station. So bleibt die Station während der gesamten Bauzeit uneingeschränkt in Betrieb.
Grüne Infrastruktur statt grauer Technikkulisse
Umspannwerke und Trafostationen prägen ihr Umfeld über Jahrzehnte, und Akzeptanz entsteht leichter, wenn Technik hinter lebendem Grün verschwindet. Unsere Wandsysteme werden in der Regel mit vor Ort gewonnenen Böden und mineralischen Rohstoffen befüllt und tragen eine Bepflanzung, die Feinstaub bindet und ohne Bewässerungstechnik auskommt. Wie dieser Aufbau im Detail funktioniert, erläutert die Systemseite zur begrünten Lärmschutzwand von RAU. In Pfaffenhofen an der Ilm haben wir eine Klimawand-Anlage mit mehreren Wandabschnitten und zwei integrierten Lärmschutztüren realisiert – ein Beispiel dafür, wie Durchgänge und Zugänglichkeit in begrünte Wände integriert werden können. Für Betreiber mit Klimazielen liefert die RAU Klimawand R3 einen Climate Handprint; die zugrunde liegende CO2-Bilanzierung wurde durch KlimAktiv geprüft. Nach Fertigstellung halten unsere Servicekolonnen Bepflanzung und Konstruktion in Ordnung, während die pflege- und wartungsarme Extensiv-Bauweise den Aufwand dauerhaft gering hält. Auf Wunsch führen wir die Wand als Bausatz aus, den ein regionales Bauunternehmen im Auftrag des Netzbetreibers setzt. Beides hat sich in kommunalen Projekten bewährt.









