Bundesstraßen verbinden Regionen – und schneiden zugleich durch Ortslagen, an denen Verkehrslärm Tag und Nacht auf Wohnbebauung trifft. Aktiver Lärmschutz an der Quelle entlastet Anwohner wirksamer als passive Maßnahmen am Gebäude, und er wertet Ortsdurchfahrten sichtbar auf, wenn die Wand begrünt ausgeführt wird. Wir liefern begrünte, hochabsorbierende Lärmschutzwände für Neubau, Ausbau und Lärmsanierung an Bundesstraßen – mit Ausschreibungstexten für die Vergabe, Befüllung in der Regel aus vor Ort gewonnenen Böden und einer Bepflanzung, die ohne Bewässerung auskommt. Als Mitglied im Deutschen Verband für Lärmschutz an Verkehrswegen begleiten wir Straßenbauverwaltungen, Kommunen und Ingenieurbüros von Kaufbeuren aus durch alle Projektphasen.

Lärmsanierung im Bestand – Chancen für belastete Ortsdurchfahrten
An vielen Bundesstraßen stammt der Ausbauzustand aus Jahrzehnten, in denen Lärmschutz kaum eine Rolle spielte, während der Verkehr seither deutlich zugenommen hat. Für solche Bestandsstrecken existieren Programme der Lärmsanierung, über die Wände auch ohne Neubauvorhaben finanziert werden können; welche Wege es gibt, klären wir gemeinsam mit der Kommune; realisierte Anlagen an Straßen zeigt die Übersicht unserer Referenzprojekte. Die schalltechnische Grundlage liefern die Berechnungen der Straßenbauverwaltung, aus denen sich Lage, Höhe und Länge der Wand ergeben. Wir übersetzen diese Vorgaben in begrünte, hochabsorbierende Systeme, die den Verkehrslärm aufnehmen, statt ihn auf die gegenüberliegende Bebauung zu reflektieren – in beidseitig bebauten Ortsdurchfahrten der entscheidende Unterschied zu glatten Beton- oder Aluminiumwänden. Für die Vergabe liefern wir Leistungsbeschreibungen und Ausführungspläne zu, die Bepflanzungsplanung ist Teil des Pakets. Gebaut wird in Komplettbauweise durch unsere Teams oder als Bausatz für das beauftragte Straßenbauunternehmen, jeweils abschnittsweise unter laufender Verkehrsführung. Die Terminplanung stimmen wir mit der Streckenunterhaltung ab, damit Sperr- und Markierungsarbeiten gebündelt stattfinden können und Eingriffe in den Verkehr kurz bleiben.
Ortsbild und Ökologie an der Durchgangsstraße
Anwohner erleben die Wand jeden Tag von ihrer Grundstücksseite aus, und genau dort entscheidet sich die Akzeptanz eines Projekts. Eine Lärmschutzwand mit flächiger Begrünung zeigt zur Wohnseite lebendes Grün statt grauer Fläche, bindet Feinstaub aus dem Durchgangsverkehr und kommt ohne Bewässerungstechnik aus, weil die Pflanzen am Wandfuß den natürlichen Niederschlag nutzen. In Buchloe haben wir eine Sonderkonstruktion umgesetzt, die Glaselemente für Sichtbeziehungen mit RAU Rock und Klimawand kombiniert – ein Ansatz, der sich auf Ortsdurchfahrten mit Geschäften und Einmündungen übertragen lässt. Die RAU Klimawand R3 bringt einen geprüften Umweltnachweis mit, ihr Climate Handprint weist aus, dass die Emissionen aus Rohware, Produktion, Transport und Bau nach wenigen Jahren durch die Begrünung überstiegen werden; geprüft wurde die Bilanzierung durch KlimAktiv. Wo der Straßenraum eng ist, schafft RAU Rock Extensiv mit 13 cm Minimalbreite die nötige Trasse zwischen Fahrbahn und Grundstücksgrenze. Nach Fertigstellung übernehmen unsere Servicekolonnen auf Wunsch die Pflege der Vegetation im Zuge der Streckenunterhaltung.









