Güterzüge in der Nacht, Taktverkehr am Tag – Bahnstrecken erzeugen ein Geräuschprofil, das viele Anwohner als belastender empfinden als gleichmäßigen Straßenlärm, weil einzelne Vorbeifahrten deutlich herausstechen. Seit der frühere Schienenbonus für neue Vorhaben entfallen ist, wird Schienenlärm in Planungen strenger bewertet, und Kommunen entlang stark befahrener Strecken suchen nach Lösungen für den Bestand. Wir errichten begrünte, hochabsorbierende Lärmschutzwände entlang von Bahnstrecken – Systeme, die Schienenlärm aufnehmen, Feinstaub binden und ohne Bewässerung auskommen. Planung, Ausschreibungstexte, Montage und Pflege liefern wir aus einer Hand von unserem Standort Kaufbeuren, abgestimmt auf die Anforderungen des jeweiligen Vorhabenträgers.

Vorbeifahrtpegel, Güterverkehr, Nachtstunden – worauf es an der Strecke ankommt
Kurze, hohe Vorbeifahrtpegel mit ruhigen Phasen dazwischen prägen den Schienenlärm, nachts dominiert vielerorts der Güterverkehr. Wände an Bahnstrecken stehen deshalb möglichst nah am Gleis, wo sie die Rollgeräusche zwischen Rad und Schiene früh abfangen – zugleich müssen Sicherheitsräume, Rettungswege und Zugänge für die Instandhaltung der Strecke frei bleiben. Unsere hochabsorbierende Wandkonstruktion nimmt die Schallenergie auf und vermeidet Mehrfachreflexionen zwischen Wand und Fahrzeug, die reflektierende Systeme an zweigleisigen Strecken erzeugen können. Die Begrünung fügt die Wand in Ortsränder und Bahndämme ein, bindet Feinstaub und benötigt keine Bewässerungstechnik. Anforderungen des Vorhabenträgers an Gestaltung, Zugänglichkeit und Bauablauf arbeiten wir in die Ausführungsplanung ein und liefern die zugehörigen Ausschreibungstexte zu. Für Kommunen, die Lärmschutz an Bestandsstrecken vorantreiben wollen, bereiten wir die planerischen Unterlagen so auf, dass sie in Abstimmungen mit Bahn und Aufsichtsbehörden bestehen und der Weg vom Beschluss zur gebauten Wand kurz bleibt. Auf Wunsch begleiten wir die Abstimmungstermine fachlich und beantworten Rückfragen der Beteiligten direkt aus der laufenden Planung heraus.
Gründung, Lasten und Betrieb an der Strecke
Bahnnahe Bauwerke erleben bei jeder Vorbeifahrt Druck- und Sogwechsel, und der Baugrund entlang von Dämmen und Einschnitten ist selten homogen – die Gründung entscheidet daher früh über Machbarkeit und Kosten. Die Zusammenhänge zwischen Untergrund, Windlast und Wandhöhe gehen wir in der Ausführungsplanung systematisch durch; der stabile Steckkorb der RAU Klimawand R3 kommt dabei ohne aufwändige Gründung aus. Unsere Systeme werden in der Regel mit vor Ort gewonnenen Böden und mineralischen Rohstoffen befüllt, bleiben dadurch volumenbeständig und langlebig und lassen sich an wechselnde Geländehöhen anpassen – in Fehraltorf in der Schweiz haben wir eine Klimawand mit Höhen von 3,30 bis 5,00 m umgesetzt. Für Vorhaben mit Klimazielen liefert die RAU Klimawand R3 einen Climate Handprint; die zugrunde liegende CO2-Bilanzierung wurde durch KlimAktiv geprüft. Als Mitglied im Deutschen Verband für Lärmschutz an Verkehrswegen kennen wir die fachliche Diskussion um Schienenlärm aus erster Hand. Nach Fertigstellung halten unsere Servicekolonnen Bepflanzung und Konstruktion instand, ohne den Bahnbetrieb zu berühren – die pflege- und wartungsarme Extensiv-Bauweise hält die Einsätze selten.









