Produktionsbetriebe wachsen, Wohnbebauung rückt näher, und die Immissionsrichtwerte der TA Lärm bleiben – dieser Dreiklang beschäftigt Industriestandorte in ganz Süddeutschland. Absauganlagen, Kompressoren, Verladung und Werksverkehr summieren sich zu einem Geräuschbild, das an der Grundstücksgrenze bewertet wird, nicht an der einzelnen Quelle. Wir errichten hochabsorbierende, begrünte Lärmschutzwände entlang von Betriebsgrenzen und um einzelne Anlagen, abgestimmt auf Werkslogistik, Feuerwehrzufahrten und künftige Erweiterungen. Die Begrünung bindet Feinstaub und benötigt keine Bewässerung, die Befüllung erfolgt in der Regel mit vor Ort gewonnenen Böden. Von Kaufbeuren aus liefern wir Planung, Ausschreibungstexte, Montage und Pflege aus einer Hand.

Vom Beschwerdefall zur planbaren Lösung
Viele Industriebetriebe beschäftigen sich erst mit Schallschutz, wenn Beschwerden oder behördliche Anordnungen vorliegen – dann zählt ein belastbarer Fahrplan. Am Anfang steht die Frage, welche Quellen am maßgeblichen Immissionsort wirklich pegelbestimmend sind, denn eine Wand an der falschen Stelle kostet Fläche ohne Wirkung. Wir entwickeln die Wandführung entlang der kritischen Ausbreitungswege und halten Werkstore, Kranbahnen und Rangierflächen frei. Höhe, Länge, Gründung und Zugänglichkeit bestimmen den Aufwand wesentlich; ein Blick auf die wirtschaftlich ausgelegte RAU Rock Extensiv hilft bei der internen Budgetierung, bevor die Detailplanung beginnt. Unsere hochabsorbierenden Systeme vermeiden Reflexionen zurück ins Werk und auf gegenüberliegende Nutzungen – auf engen Gewerbeflächen ein häufig übersehener Punkt. Für die Abstimmung mit der Genehmigungsbehörde liefern wir Ausführungspläne und auf Wunsch Ausschreibungstexte zu, sodass die Maßnahme dokumentiert und nachvollziehbar in den Bestand eingefügt wird. Die Montage takten wir mit der Produktion, Stillstände lassen sich in aller Regel vermeiden. Auf Wunsch begleiten wir auch die Kommunikation mit Anwohnern mit belastbaren Fakten zur geplanten Maßnahme.
Werksgrenzen, die mehr leisten als Schallschutz
Industrieareale stehen unter Beobachtung – von Anwohnern, Kommunen und zunehmend von Kunden, die Nachhaltigkeitsdaten abfragen. Eine begrünte Werksgrenze verändert die Wahrnehmung eines Standorts spürbar, und sie liefert messbare Beiträge, die über die Akustik hinausgehen. Unsere ökologische Klimawand R3 bindet Feinstaub aus Werksverkehr und Umgebung, die Bepflanzung am Wandfuß versorgt sich über natürlichen Niederschlag und kommt dauerhaft ohne Bewässerungstechnik aus. Mit der RAU Klimawand R3 lässt sich der Beitrag beziffern, ihr Climate Handprint weist aus, dass die Emissionen aus Rohware, Produktion, Transport und Bau nach wenigen Jahren durch die von der Begrünung gebundenen Emissionen überstiegen werden – geprüft durch KlimAktiv. In Buchloe haben wir gezeigt, wie sich Anforderungen kombinieren lassen, die dortige Sonderkonstruktion verbindet Glaselemente für Sichtbeziehungen mit RAU Rock und Klimawand. Betriebe entscheiden projektweise, ob unsere Teams komplett errichten oder ein Bausatz an den örtlichen Bauunternehmer geht. Die pflege- und wartungsarmen Extensiv-Systeme halten die Folgekosten niedrig, auf Wunsch mit Betreuung durch unsere Servicekolonnen.









