Wechselrichter in Solarparks und an Großspeichern erzeugen hochfrequente Töne und Lüftergeräusche, die in ruhiger Umgebung überraschend weit tragen. Freiflächenanlagen entstehen oft am Ortsrand oder in landwirtschaftlich geprägten Lagen, wo einzelne Höfe zum maßgeblichen Immissionsort werden. Wir schirmen Zentralwechselrichter, Trafostationen und Speichercontainer mit hochabsorbierenden, begrünten Lärmschutzwänden ab, die quellnah stehen und die Schallausbreitung unterbrechen. Für Betreiber von Photovoltaik-Anlagen liegt die Kombination nahe – unsere Wandsysteme lassen sich mit integrierten Solarpanels ausführen und erzeugen dann selbst Strom. Planung, Fertigung, Montage und Pflege kommen aus einer Hand von unserem Standort Kaufbeuren, auf Wunsch mit Ausschreibungstexten für die Vergabe.

Solarpark und Schallschutz zusammendenken
Hochfrequente Einzeltöne von PV-Invertern und Frequenzumrichtern fallen in der Nachbarschaft stärker auf, als ihr Pegel vermuten lässt, und tonhaltige Geräusche werden in der Beurteilung entsprechend kritischer gewichtet. Quellnahe Wandstellungen um Wechselrichterstationen sind deshalb wirksamer als weiträumige Abschirmungen am Parkrand – die Wand fängt den Schall ab, bevor er sich über die Freifläche ausbreitet. Wer ohnehin in Photovoltaik investiert, kann den Schallschutz zur Erzeugungsfläche machen; wie das funktioniert, zeigt unsere Lärmschutzwand mit integrierter Photovoltaik. Die Wandsysteme selbst werden in der Regel mit vor Ort gewonnenen Böden und mineralischen Rohstoffen befüllt, was auf Freiflächenprojekten mit laufenden Erdarbeiten besonders wirtschaftlich ist. Die Begrünung fügt die Bauwerke in die Landschaft ein und bindet Feinstaub, ohne dass eine Bewässerung installiert werden muss. Projektierer erhalten von uns Ausführungspläne und Ausschreibungstexte, damit der Schallschutz in der Genehmigungsplanung des Parks von Beginn an dokumentiert ist und Einwendungen aus der Nachbarschaft sachlich beantwortet werden können. Das spart Abstimmungsschleifen im weiteren Verfahren.
Nachweisführung für Genehmigung und Betrieb
Genehmigungsbehörden verlangen bei Freiflächenanlagen zunehmend belastbare Aussagen zur Geräuschsituation, insbesondere wenn Speicher und Wechselrichter nachts weiterarbeiten. Ein Lärmschutzgutachten mit Schallprognose legt fest, welche Pegel an den maßgeblichen Immissionsorten einzuhalten sind und welche Abschirmmaßnahmen dafür genügen. Wir übersetzen diese Vorgaben in konkrete Wandgeometrien und wählen das passende System aus unserem Baukasten – von RAU Rock Extensiv mit 13 cm Minimalbreite für beengte Stationsumfelder bis zur RAU Klimawand R3, deren Climate Handprint die Emissionen aus Rohware, Produktion, Transport und Bau nach wenigen Jahren durch die Begrünung ausgleicht; die CO2-Bilanzierung ist durch KlimAktiv geprüft. Errichtet wird in Komplettbauweise durch unsere Teams oder als Bausatz, den der Generalunternehmer des Parks mit eigenem Gerät setzt. Nach Inbetriebnahme übernehmen unsere Servicekolonnen auf Wunsch Kontrolle und Pflege. Als Mitglied im Deutschen Verband für Lärmschutz an Verkehrswegen bringen wir die fachliche Diskussion um Anlagenlärm aktiv in unsere Projekte ein und halten die Auslegung auf dem Stand der Praxis.









