Logistikzentren arbeiten, wenn ihre Nachbarschaft zur Ruhe kommt – Nachtanlieferung, Rangierverkehr und Rückfahrwarner fallen in die Stunden, in denen die Richtwerte der TA Lärm deutlich niedriger liegen als am Tag. Ladezonen, Rampen und Zufahrten lassen sich betrieblich kaum verlegen, wohl aber akustisch fassen. Wir errichten hochabsorbierende, begrünte Lärmschutzwände entlang von Ladezonen, Stellflächen und Werkszufahrten, ausgelegt auf Schleppkurven, Anfahrschutz und Rettungswege. Die Begrünung am Wandfuß bindet Feinstaub aus dem LKW-Verkehr und kommt ohne Bewässerung aus. Planung, Ausschreibung, Montage und Pflege liefern wir aus einer Hand – gesteuert von unserem Standort Kaufbeuren, ausgeführt durch eigene Teams oder als Bausatz.

Ladezonen und Rampen akustisch fassen
Rückfahrwarner, Kühlaggregate abgestellter Auflieger und das Andocken an Rampen erzeugen impulshaltige Geräusche, die in der Beurteilung besonders ins Gewicht fallen. Wände direkt an der Ladezone unterbrechen die Sichtlinie zwischen Quelle und Immissionsort und wirken damit dort, wo pauschale Grenzwände zu kurz greifen. Zwischen Rampen, Fahrgassen und Stellplätzen bleibt selten Raum für ausladende Konstruktionen; unsere Systeme berücksichtigen Schleppkurven, Anfahrschutz und die Sichtfelder der Fahrer. Gegen das Aufschaukeln des Schalls zwischen Hallenfassade und Wand setzen wir hochabsorbierende Schallschutzwände ein, die die Energie aufnehmen, statt sie in den Hof zurückzuwerfen. Die Befüllung mit in der Regel vor Ort gewonnenen Böden und mineralischen Rohstoffen macht die Bauwerke volumenbeständig und langlebig, auch bei Erschütterungen aus dem Schwerverkehr. Für Neubauprojekte liefern wir Ausschreibungstexte und Ausführungspläne, im Bestand entwickeln wir die Wandführung um laufende Verkehre herum, ohne die Anlieferung zu unterbrechen oder Rangierflächen zu blockieren. Rettungswege und Feuerwehraufstellflächen bleiben dabei ebenso berücksichtigt wie die Übersicht des Hofpersonals über den Rangierverkehr.
Nachtbetrieb sichern, Budget realistisch planen
Genehmigungen für durchgehenden Betrieb hängen an der Nachtsituation, und Nachbesserungen im laufenden Betrieb sind teurer als vorausschauende Planung. Wer ein Logistikzentrum erweitert oder eine Nachtfreigabe anstrebt, sollte die Abschirmung der Ladezonen früh in die Flächenplanung aufnehmen, solange Wandstandorte noch frei wählbar sind. Welche Stellgrößen den Aufwand bestimmen – Höhe, Länge, Gründung, Anfahrschutz und Zugänglichkeit – klären wir projektbezogen; einen Eindruck realisierter Anlagen vermittelt unsere Referenzübersicht. Auf Flächen mit knappem Zuschnitt schafft RAU Rock Extensiv mit 13 cm Minimalbreite Spielraum, ohne Stellplätze zu opfern. Standorte mit Nachhaltigkeitszielen verbinden den Schallschutz mit einem bilanzierbaren Beitrag, die RAU Klimawand R3 verfügt über einen Climate Handprint mit KlimAktiv-geprüfter CO2-Bilanzierung, deren Emissionen nach wenigen Jahren durch die Begrünung übertroffen werden. Nach der Fertigstellung halten unsere Servicekolonnen Wand und Bepflanzung instand; die Extensiv-Bauweise begrenzt den Aufwand strukturell. Auf Wunsch kombinieren wir die Anlage mit Photovoltaik entlang geeigneter Wandabschnitte. So wird aus der Auflage ein planbarer Bestandteil der Standortentwicklung.









